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Vom Lastenradverleih zur Stadtplattform: Lüdinghausen bündelt Bürgerdienste in der SuperApp™

Rathaus in Freren

Ahaus, 10. September 2026 – Ein digitaler Lastenradverleih, ein Serviceportal, ein Mängelmelder, eine eigene App fürs Parken: In Lüdinghausen war vieles bereits digital – nur eben nirgendwo zusammengeführt. Genau da setzte die Stadt an. Seit Juni 2026 bündelt die Lüdinghausen SuperApp™ von Tobit.Software Bürgerdienste, Verleihsysteme und KI-gestützte Services in einer zentralen Anwendung. Innerhalb weniger Wochen wuchs die Zahl der aktiven Verbindungen um rund 70 Prozent auf über 1.100.

Viele Angebote, keine Verbindung

„Ich kenne das von meinem eigenen Smartphone: Für unterschiedlichste Anwendungen braucht man jeweils eine eigene App. Genau das wollten wir für die städtischen Angebote möglichst vermeiden", sagt Torsten Voß, Wirtschaftsförderer der Stadt Lüdinghausen. Das eigentliche Problem sei nie ein Mangel an Digitalisierung gewesen, sondern die fehlende Verbindung der einzelnen Angebote – verteilt auf verschiedene Systeme, ohne zentrale Anlaufstelle.

Klein anfangen, organisch wachsen

Statt ein großes Digitalisierungsprojekt auf einmal umzusetzen, entschied sich Lüdinghausen für einen schrittweisen Ausbau auf Basis von chayns® OS™. Den Anfang machte der digitale Lastenradverleih, der bereits seit Mai 2023 läuft und heute mehr als 450 registrierte Nutzer zählt – für einen Euro pro Stunde. „Uns geht es beim Lastenradverleih nicht um Kostendeckung. Wir möchten ein attraktives Angebot schaffen, damit das Auto für einzelne Wege auch einmal stehen bleiben kann", so Voß.

Den entscheidenden Impuls für die Plattformidee lieferte eine Exkursion nach Ahaus, bei der Voß die SuperApp im praktischen Einsatz erlebte. Sein Ansatz seither: „Klein anfangen und nicht alles groß fertig haben – einfach mal an den Start gehen."

Leonie beantwortet, was Bürger wissen wollen

Ein zentraler Baustein der Plattform ist die KI-Agentin Leonie, die Bürgeranfragen rund um die Uhr beantwortet und beim Auffinden passender Angebote hilft. „Mich hat überrascht, dass direkt in den ersten sieben Tagen so viele Chatnachrichten reinkamen. Die Leute haben es einfach ausprobiert", berichtet Voß. Parallel entlastet der Telefonassistent Lisa (über Phonio AI) das Bürgerbüro bei wiederkehrenden Anrufen. Perspektivisch sollen weitere spezialisierte Agents etwa für Verwaltungsthemen oder Tourismus hinzukommen und intelligent miteinander verbunden werden.

Ein Tippspiel macht die App bekannt

Um die SuperApp einem breiteren Publikum bekannt zu machen, entwickelte Lüdinghausen rund um die Fußball-WM 2026 kurzfristig ein digitales Tippspiel. 25 Preise stellten lokale Unternehmen zur Verfügung, rund 250 Bürgerinnen und Bürger nahmen teil, das Angebot erzielte über 13.000 Aufrufe. Verfügbar war die App dabei schon vor der eigentlichen Bewerbung: „Mir war wichtig, dass jeder, der Interesse hatte, sich die App einfach herunterladen und die vorhandenen Angebote ausprobieren konnte", so Voß.

Digitalisierung ohne große IT-Abteilung

Dass sich eine solche Plattform auch ohne umfangreiche Eigenentwicklung und große IT-Abteilung aufbauen lässt, führt Voß auf die bestehende technische Basis, kurze Entscheidungswege und den Austausch mit anderen Kommunen zurück – etwa beim SuperApp-Erfa-Treff. Geplant sind unter anderem ein Veranstaltungskalender, eine Echtzeit-Heatmap für die Innenstadt sowie der weitere Ausbau der KI-Agents. Vorbild bleibt dabei die Ursprungsidee: „Ich nehme mir da tatsächlich Ahaus als Vorbild – hier zeigt sich, wie viel Potenzial die SuperApp hat."

Weitere Einblicke in die Entwicklung der SuperApp, die einzelnen Anwendungen und die Erfahrungen aus der Praxis bietet die vollständige Case Study. Hier weiterlesen.

Kontakt und weitere Infos

Pressekontakt
Antonia Groten
Tobit.Software
Telefon: 02561 913445
eMail: public.relations@tobit.com