
Ahaus, 13. August 2026 – Die Samtgemeinde Freren bündelt ihre digitale Bürgerkommunikation in einer zentralen SuperApp. Rund 11.000 Einwohner stehen inzwischen knapp 220.000 Zugriffen pro Jahr gegenüber. Neben kommunalen Nachrichten sind auch der Samtgemeindegutschein, Freibad-Ticketing, KI und digitale Zugangssysteme integriert.
Für die Samtgemeinde Freren war vor allem ein eigener, direkter Kommunikationskanal entscheidend. Zuvor wurden Informationen unter anderem über das monatliche Mitteilungsblatt und soziale Netzwerke verbreitet. Heute erreichen aktuelle Meldungen die Bürgerinnen und Bürger per Push-Nachricht direkt auf dem Smartphone.
„Ich wollte unbedingt vorne aufs Handy drauf – mit Push-Nachricht. Dass wenn wir eine News haben, das Handy klingelt und die Leute sehen: Samtgemeinde Freren hat eine Meldung“, sagt Carsten Bäumer, IT-Leiter und stellvertretender Hauptamtsleiter der Samtgemeinde Freren.
Unter dem gemeinsamen Dach der FREREN SuperApp™ können auch die fünf Mitgliedsgemeinden eigene Inhalte veröffentlichen und gezielt lokal ausspielen. Drei von ihnen sind derzeit bereits mit eigenen Angeboten vertreten.
Im Laufe der Zeit ist die Plattform um weitere Anwendungen gewachsen. Der digitale Samtgemeindegutschein erreicht heute ein jährliches Volumen von mehr als 82.000 Euro und kann bei 44 Akzeptanzstellen eingelöst werden. Für das Waldfreibad lassen sich Tickets direkt über die App kaufen und per QR-Code am Einlass nutzen.
Auch KI ist Teil der Bürgerkommunikation: Der Intelligent Agent „Finja“ beantwortet rund um die Uhr Fragen und kommt inzwischen auf etwa 80 Bürgeranfragen pro Monat. Hinzu kommen IoT-Anwendungen wie die digitale Anzeige der Wassertemperatur im Freibad sowie digitale Zugangssysteme für zwei Turnhallen.
Insgesamt verzeichnet die Plattform rund 1.300 aktive Verbindungen und etwa 18.000 Interaktionen pro Monat. 92 Prozent der Zugriffe erfolgen mobil.
„Wir merken, dass wir Leute erreichen, die sich nicht auf Facebook oder Instagram tummeln. Auch viele Ältere haben die App und holen ihre Informationen dort raus“, so Bäumer.
Die verschiedenen Anwendungen wurden nicht als einzelnes Großprojekt eingeführt, sondern über Jahre schrittweise ergänzt. Neue Funktionen lassen sich in die bestehende Plattform integrieren, ohne für jeden Anwendungsfall eine eigene App aufzubauen.
Für Freren ist dieser Ansatz inzwischen zum festen Bestandteil der kommunalen Digitalisierung geworden: vom direkten Newskanal über lokale Gutscheine und digitales Ticketing bis hin zu KI und smarter Infrastruktur.
Weitere Einblicke in die Entwicklung der SuperApp, die einzelnen Anwendungen und die Erfahrungen aus der Praxis bietet die vollständige Case Study. Hier weiterlesen.
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Antonia Groten
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