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Beraten werden

Alle Details für Kommunen auf einen Blick

Der Stadthof auf einen Blick

12.000 m²

Fläche

1.200

Besucher täglich

20

Shops

3

digitale Ticketanwendungen

         

                [Foto]

Über die Hanau Marketing GmbH

Der Stadthof Hanau

Kommunale Referenzen
Beraten werden

Stadthof HANAU SuperApp™

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Stadthof HANAU SuperApp™
Kommunale Digitalisierung als Reallabor: Wie Hanau im
ehemaligen Kaufhof digitale Stadtentwicklung lebt.

Die Hanau Marketing GmbH zeigt, wie eine Kommune digitale Transformation nicht per Masterplan verordnet, sondern systematisch erprobt. Mit der SuperApp™ als technologischem Fundament hat das Team für die Stadt Hanau im Pilotprojekt „Stadthof Hanau" konkrete Anwendungsfälle unter Reallaborbedingungen getestet – von Ticketing über digitales Bezahlen bis zur KI-gestützten Bürgerinformation. Der Stadthof wurde damit zum Testfeld für digitale Lösungen, bevor sie auf die gesamte Stadt übertragen werden sollen. Das Ergebnis ist kein fertiges Produkt, sondern eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die weitere Digitalisierung der Stadt.

Daniel Freimuth

Geschäftsführer, Hanau Marketing GmbH

Daniel Freimuth glaubt daran, dass Innenstädte sich neu erfinden können – und dass jemand den ersten Schritt machen muss. Als Geschäftsführer der Hanau Marketing GmbH hat er diese Überzeugung zur Arbeitsgrundlage gemacht: Eine Stadt kauft einen ehemaligen Kaufhof, ohne je ein Warenhaus betrieben zu haben. Neue Ideen werden dabei nicht am Reißbrett entwickelt, sondern bewusst im praktischen Betrieb erprobt – auch wenn das Gegenwind bedeutet. Und wenn der richtige digitale Ansatz auf sich warten lässt, wartet man eben – bewusst und mit klarem Blick dafür, wann der Moment gekommen ist.
„Wir machen das dann einfach und gucken, dass wir irgendwie hinkommen."

 Daniel Freimuth, Geschäftsführer

Der Status quo: bewusste Zurückhaltung

Hanau hat mit digitalen Stadtangeboten bereits eine Erfahrung gemacht, die viele Kommunen kennen: Eine App wurde eingekauft, der Anbieter ging in die Insolvenz – und mit ihm sämtliche Zugangsdaten. Das war vor mehr als zehn Jahren. Seitdem hat die HMG bewusst auf den richtigen Moment gewartet.

„Wir haben in den letzten Jahren ausdrücklich auch vieles nicht mitgemacht – auch wenn dann gerade im Zusammenhang mit Corona viele Dinge aus dem Boden geschossen sind. Lokale Marktplätze und so einen ganzen Kram – das haben wir alles sehr bewusst abgelehnt."

Das Problem waren weniger einzelne Anwendungen als die Vielzahl getrennter Systeme. Wer in Hanau die Stadtbibliothek, die ÖPNV-App und das Stadtwerke-Portal nutzen will, braucht drei verschiedene Zugänge. Eine einheitliche digitale Identität gibt es bisher nicht.

„Das nervt mich auch bis heute noch im persönlichen Doing – weil ich das einfach nicht mag."

Der Wendepunkt kam mit Isabelle Hemsley, der neuen Dezernentin für Digitalisierung, die das Thema 2025 zur Chefsache erklärte. Ihr erster Impuls: Eine Exkursion nach Ahaus. Was das Team dort sah, überzeugte sofort.

„Wir waren alle maximal begeistert."

Die Stadthof Hanau SuperApp vor dem Stadthof
Die Hanau Retro Arcade
6 weitere Bilder
Die Shops im Stadthof Hanau

 Daniel Freimuth, Geschäftsführer

Die Lösung: der Stadthof als Reallabor

Statt eine App für 100.000 Einwohner einzukaufen, wählte die HMG einen anderen Weg: den Stadthof – das ehemalige Kaufhof-Gebäude im Herzen der Stadt – als kontrollierten Testrahmen. Zwanzig kleine Flächen, ein Zwischennutzungsstatus, kein Massenverkehr. Ideale Bedingungen, um echte Anwendungsfälle zu erproben, ohne öffentlichen Druck.

Ein erster Baustein dieses Reallabors war die neu geschaffene Marktterrasse. Da sie nicht aus einem bestehenden Gastronomiebetrieb hervorging, konnten digitale Prozesse von Anfang an mitgedacht werden. Bestellt und bezahlt wurde ausschließlich digital – ohne klassische Kasse. Die unterschiedlichen Reaktionen der Besucher und die Diskussionen in den sozialen Medien waren für das Team kein Rückschlag, sondern Teil des Konzepts. Genau dafür sollte das Reallabor dienen: Neue Ideen zunächst im kleinen Maßstab testen, Erfahrungen sammeln und erst danach entscheiden, welche Lösungen sich für einen stadtweiten Einsatz eignen.

Das technologische Fundament bildet die chayns-Logik mit zentraler ID. Das Prinzip ist einfach: Eine einzige Anmeldung für alle integrierten Dienste. Kein erneutes Registrieren, kein Passwort-Chaos.

Ticketing – entstanden aus der Not

Als die Hanau Retro Arcade (HURA) als weiteres Zwischennutzungs-Konzept im Stadthof eröffnete, brauchte es schnell eine Ticketlösung. Eine, die das Team selbst steuern konnte – ohne Abhängigkeit von externen Portalen mit hohen Fixkosten. Die Ticketfunktion war in der SuperApp bereits vorhanden und ließ sich ohne zusätzlichen Entwicklungsaufwand sofort einsetzen. Inzwischen laufen drei verschiedene Ticketkategorien über das System: HURA, Baggerbude, Stadtführungen – und weitere sind in Planung.

Auch Bürger ohne Smartphone können den Service nutzen: Das Team erstellt das Ticket bei Bedarf direkt an der Information und druckt es aus.

KI-Agent – entstanden aus Zufall

Den größten unerwarteten Mehrwert brachte ein Feature, das gar nicht primär geplant war: der KI-Agent auf hanau.de. Entstanden aus den ersten Erfahrungen im Pilotbetrieb des Stadthofs, entwickelte er sich schnell zu einem eigenständigen Baustein der städtischen Digitalisierung. Heute beantwortet er rund 2.000 Anfragen pro Monat. Statt sich durch eine klassische Suchfunktion mit hunderten Treffern zu arbeiten, erhalten Bürger heute direkt Antworten auf ihre Fragen. Wer beispielsweise nach einem Anwohnerparkausweis sucht, gelangt unmittelbar zur richtigen Information.

Der Agent wird inzwischen nicht nur von Bürgern genutzt. Auch Mitarbeitende greifen im Arbeitsalltag darauf zurück, um schneller Ansprechpartner oder Informationen auf der städtischen Website zu finden. Damit entwickelte sich aus einem zunächst kleinen Testprojekt ein Werkzeug mit Mehrwert für Bürger und Verwaltung gleichermaßen.

„Das ist jetzt natürlich wesentlich eleganter geworden – übrigens auch für uns intern. Wenn wir in der Verwaltung den richtigen Ansprechpartner suchen, nutzen wir das inzwischen auch wesentlich lieber."

Herangehensweise: Golf, kein Ferrari

Daniel Freimuth hat eine klare Anforderung an digitale Werkzeuge: Sie müssen ohne Technikstudium bedienbar sein.

„Wenn ich einen Golf bestelle, will ich auch einen Golf haben – keinen Ferrari, dem man erst erklären muss, dass er eigentlich ein Golf ist."

Die ersten Anlaufprobleme lagen weniger in der Technik als in der Zusammenarbeit. Zwischen Hanau und Tobit war zunächst eine externe Agentur eingebunden, wodurch Anforderungen teilweise unnötig kompliziert wurden.

Erst als eine Person im eigenen Team die Rolle eines Übersetzers zwischen Fachbereich und Technik übernahm, änderte sich die Zusammenarbeit grundlegend. Der entscheidende Unterschied: Eine interne Person kennt die eigenen Ziele und kann Anforderungen ohne Eigeninteresse direkt und unmissverständlich kommunizieren. Was vorher in mehreren Schleifen durch eine Agentur lief, wurde damit zur direkten Abstimmung. Seitdem beschreibt Freimuth die Zusammenarbeit als unkompliziert und lösungsorientiert.

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 Daniel Freimuth, Geschäftsführer

Spürbare Erfolge: Ein Reallabor mit echten Erkenntnissen

Der Erfolg des Projekts bemisst sich bewusst nicht an Downloadzahlen oder Reichweite. Ziel war es nie, möglichst viele Nutzer zu erreichen, sondern unter realen Bedingungen herauszufinden, welche digitalen Lösungen funktionieren und welche Anforderungen sie an Verwaltung, Technik und Bürger stellen. Genau dieses Wissen bildet heute die Grundlage für die nächsten Digitalisierungsschritte der Stadt.

Interner Kompetenzaufbau

Das Team weiß heute, wie die Plattform funktioniert, wo die Grenzen liegen und welche Anwendungsfälle sich für eine größere Rollout-Situation eignen. Dieses Wissen ist durch keine externe Beratung zu ersetzen.

Organische Ausweitung

Was als Experiment begann, wächst aus dem eigenen Betrieb heraus. Kollegen, die anfangs skeptisch waren, fragen heute von sich aus: „Machen wir das auch über chayns?" Baggerbude, Stadtführungen und künftig möglicherweise auch die Raumvergabe – die Plattform wächst mit dem Vertrauen ins System.

Akzeptanz

Auch die Rückmeldungen aus dem Pilotbetrieb fielen überwiegend positiv aus. Eine vergessene Kachel für eine abgelaufene Ausstellung, ein paar Kinderkrankheiten beim Ticketkauf in den ersten Wochen – das war es. Für ein Pilotprojekt dieser Art ist das ein starkes Signal.

„Was immer ein sehr gutes Zeichen ist: Ich kriege keinerlei kritische Meldungen von Bürgern, die mir die klassische Beschwerde-Mail schreiben."

Vom Tester zum Empfehler

Daniel Freimuth hat sein Feedback inzwischen an die Kollegen weitergegeben, die in in der Stadtverwaltung das Thema betreuen. Die Erkenntnisse aus dem Stadthof fließen damit unmittelbar in die nächste Ausbaustufe der Digitalisierung ein. Sein Urteil: keine Kritikpunkte.

 Daniel Freimuth, Geschäftsführer

„Tobit ist für uns das digitale Fundament. Wer sich mit Digitalisierung beschäftigt, muss nach Ahaus fahren."

Warum Tobit.Software?

Was Tobit.Software von klassischen App-Anbietern unterscheidet, ist weniger ein einzelnes Feature als das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten. Keine Insellösung, kein weiterer Login, keine neue fragmentierte Infrastruktur. Stattdessen ein kohärentes System, das von der zentralen ID über Ticketing bis zum KI-Agenten alles unter einem Dach vereint.

Entscheidend war dabei weniger eine einzelne Funktion als die Kombination aus einfacher Bedienbarkeit, zentraler Nutzerverwaltung und der Möglichkeit, neue Anwendungen wie Ticketing oder den KI-Agenten ohne großen Entwicklungsaufwand zu ergänzen. Und dass Tobit bei Problemen direkt erreichbar war.

„In den Fällen, wo wir Fragestellungen und Problemstellungen hatten, war das immer sehr schnell – wir kamen direkt zu einem Video Call. Das war vorbildlich."

Für Hanau war die Plattform damit nicht das eigentliche Ziel, sondern das Werkzeug, um Digitalisierung unter realen Bedingungen zu testen und fundierte Entscheidungen für den stadtweiten Ausbau zu treffen.

Bündelt Bürgerkommunikation, Ticketing, Gutscheine und weitere kommunale Anwendungen in einer gemeinsamen Plattform – mit direktem Push-Kanal zu den Bürgerinnen und Bürgern.

 Agentic Service

Beantwortet Bürgeranfragen rund um die Uhr in natürlicher Sprache – von Öffnungszeiten bis zu kommunalen Dienstleistungen.

 Zentrale ID

Ein einziger Account für alle integrierten städtischen Dienste – ohne Mehrfachanmeldung.

 Ticketing & Events

Volldigitale Abwicklung von Tickets für Veranstaltungen, Attraktionen und Stadtführungen mit Self-Check-in.

Bereit für den nächsten Schritt? 

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Antonia Groten, Pressearbeit und Kommunikation bei Tobit.Software

Antonia Groten

PR & Communications bei Tobit.Software

Antonia schreibt über die Menschen und Projekte hinter der Digitalisierung – von smarten Städten bis zu KI-gestützten Arbeitsplätzen. Mit Tobit-Case Studies zeigt sie, wie Technologie aus dem Alltag von Städten, Teams und Unternehmen nicht mehr wegzudenken ist.