Bild: Ludwig Groten (Geschäftsführer Sales), Peter Sommer (Geschäftsführer Consulting) und Christopher Borg (KI-Botschafter) von Tobit.Software / Johannes Wolf (Teamleiter Smart City) und Kevin Viße (Smart City Koordinator) von der KAAW

6. Januar 2026

Bürokratie-Bypass für 52 Kommunen: KAAW und Tobit.Software bringen KI in Rathäuser

Kommunen wollen Künstliche Intelligenz nutzen – doch komplexe Auswahlverfahren, umfangreiche DSGVO-Prüfungen und fehlende technische Grundlagen bremsen den Fortschritt. Der nordrhein-westfälische IT-Dienstleister KAAW (Kommunale ADV-Anwendergemeinschaft West) und der Software-Hersteller Tobit.Software setzen deshalb auf einen kooperativen Ansatz: Ab Januar 2026 erhalten 52 Mitgliedskommunen in den Kreisen Borken und Steinfurt im Rahmen einer gemeinsamen Initiative Zugang zur KI-Plattform SideKick™ SERVER – mit abgestimmten rechtlichen Grundlagen, erprobter Technik und einer gemeinsamen Umsetzungsstrategie.

Kooperation als Beschleuniger der Digitalisierung

Als kommunaler Zweckverband unterstützt die KAAW ihre Mitglieder seit Jahren bei der digitalen Transformation – sowohl mit eigenen Lösungen als auch durch enge Zusammenarbeit mit Technologiepartnern. Im Schulterschluss mit Tobit.Software wurden für SideKick™ SERVER zentrale technische und rechtliche Fragestellungen bereits gemeinschaftlich geklärt. Kommunen profitieren so von den Vorarbeiten der Gemeinschaft und können sich direkt auf den produktiven Einsatz von Künstlicher Intelligenz konzentrieren.

SideKick™ SERVER vereint verschiedene KI-Sprachmodelle in einer zentralen Anwendung und erfüllt hohe datenschutzrechtliche Anforderungen. Sensible Informationen werden automatisch anonymisiert, bevor sie ein KI-Modell erreichen – personenbezogene Daten verbleiben innerhalb der Verwaltung. Mitarbeitende können spezialisierte KI-Agenten für konkrete Aufgaben erstellen: Dokumente zusammenfassen, Archive durchsuchen, Beschlussvorlagen vorbereiten oder mit bestehenden Fachverfahren arbeiten. Der konsequente No-Code-Ansatz ermöglicht es, viele Anwendungen eigenständig in der Verwaltung umzusetzen und gemeinsam weiterzuentwickeln.


Gemeinsam lernen, gemeinsam umsetzen

„Das Interesse an KI in den Kommunen ist riesig, verpufft aber oft in isolierten Pilotprojekten und individuellen Insellösungen, die weder sicher noch skalierbar sind“, sagt Ludwig Groten, Geschäftsführer bei Tobit.Software. „Die Zusammenarbeit mit der KAAW zeigt, wie es besser geht: Durch Kooperation entsteht eine stabile, praxistaugliche Infrastruktur, die Verwaltungen entlastet und gleichzeitig handlungsfähig macht.“

Bundesweit setzen bereits rund 20 Kommunen SideKick™ SERVER ein. Ab Januar 2026 stehen für die KAAW-Mitglieder gemeinsame Workshops und Showcases auf dem Programm, in denen konkrete Anwendungsfälle vorgestellt und Erfahrungen geteilt werden. „Entscheidend ist nicht die Theorie, sondern der gemeinsame Blick in die Praxis“, betont Johannes Wolf, Leiter des Smart City Teams der KAAW. „Kooperation bedeutet für uns: voneinander lernen, Ressourcen bündeln und digitale Lösungen gemeinsam erfolgreich machen.“

Kontakt und weitere Infos

sidekick@tobit.com
+49 2561 913 110

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